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Nothing Ear im Test

Aktualisiert: Oktober 2026Lesezeit: 7 Minuten

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Die Nothing Ear sind In-Ears mit transparentem Design, sauber abgestimmtem Klang, LDAC-Unterstützung und einer der besten Equalizer-Apps ihrer Klasse. Sie passen zu dir, wenn du ein Android-Handy nutzt, Wert auf Klang und Optik legst und nicht das teuerste Flaggschiff kaufen willst. Inzwischen gibt es mit den Nothing Ear (3) einen Nachfolger, weshalb die Ear vor allem als Preistipp interessant sind. Wer stärkstes Noise Cancelling oder ein lange durchhaltendes ANC sucht, ist bei Sony oder Bose besser aufgehoben.

Nothing Ear

Ideal für: Android-Nutzer mit Sinn für Design und Klang

  • Ausgewogener, detailreicher Klang
  • LDAC und LHDC für Hi-Res
  • Sehr guter Equalizer in der App
  • Kabelloses Laden
  • ANC deutlich hinter Sony und Bose
  • Laufzeit mit ANC eher kurz
  • Case zieht Kratzer an

Die Nothing Ear sind ein gelungener Mittelweg aus Stil, Klang und Ausstattung. Seit es den Nachfolger gibt, lohnen sie sich vor allem als günstiges Angebot.

Die Nothing Ear gehören zu den Modellen in unserem Kopfhörer-Test 2026. Auf dieser Seite gehen wir der Frage nach, ob hinter dem auffälligen Design auch ein guter Kopfhörer steckt und wie sie sich neben Sony, Apple und Soundcore schlagen.

Design und Tragekomfort: Technik zum Anschauen

Das Markenzeichen von Nothing ist das transparente Gehäuse. Durch die durchsichtigen Stiele und das klare Ladecase siehst du Platine, Magnete und Mikrofone. Das ist Geschmackssache, sieht aber deutlich eigenständiger aus als die meisten weißen oder schwarzen In-Ears. Das Case ist flach und passt gut in die Hosentasche, sein transparenter Kunststoff sammelt aber schnell feine Kratzer.

Die Ohrstöpsel sind leicht, die Stiele kurz. Mit passend gewählten Aufsätzen sitzen sie bei den meisten Ohren stabil und angenehm, auch über mehrere Stunden. Beim Joggen halten sie bei vielen gut, wer aber zu Intervallläufen neigt, sollte eher Modelle mit Bügel wählen. Hilfreich ist der Passformtest in der App, der prüft, ob die Aufsätze richtig abdichten.

Gesteuert wird über Drucksensoren am Stiel: einmal, zweimal oder lang drücken. Das funktioniert zuverlässig und verhindert versehentliche Eingaben beim Zurechtrücken.

Klang: ausgewogen und fein aufgelöst

In jedem Ohrstöpsel arbeitet ein 11-Millimeter-Treiber mit Keramikmembran. Die Abstimmung ist ausgewogen: Der Bass ist kräftig und sauber, ohne die Mitten zu überdecken, Stimmen klingen natürlich, und die Höhen sind fein aufgelöst, ohne zu zischen. Gegenüber vielen Konkurrenten wirkt die Bühne etwas offener.

Mit LDAC und LHDC 5.0 unterstützen die Ear gleich zwei Hi-Res-Codecs. Das bringt dir allerdings nur mit passenden Android-Smartphones und hochauflösenden Musikquellen etwas, am iPhone läuft alles über AAC. Welcher Codec wann sinnvoll ist, erklären wir im Ratgeber zu Kopfhörern mit LDAC.

Die Stärke liegt in der App: Neben einem einfachen Equalizer gibt es einen erweiterten Modus mit acht Bändern, in dem du Frequenz und Güte einstellen kannst. Dazu kommen ein personalisiertes Klangprofil per Hörtest und eine Bass-Verstärkung. Wer gern feinjustiert, findet hier mehr Möglichkeiten als bei Apple oder Samsung.

Noise Cancelling und Transparenzmodus

Die Nothing Ear bieten ein adaptives ANC, das die Stärke an die Umgebung anpasst, sowie feste Stufen. Gleichmäßiges Brummen in Bus und Bahn wird ordentlich gedämpft. Bei Stimmen und hellen Geräuschen bleibt aber deutlich mehr übrig als bei Sony WF-1000XM6, Bose QuietComfort Ultra Earbuds oder AirPods Pro 3. Für den Arbeitsweg reicht das, für absolute Ruhe im Großraumbüro nicht.

Der Transparenzmodus ist brauchbar, klingt aber etwas künstlich und rauschig. Für kurze Gespräche oder Durchsagen genügt er, ein natürliches Gefühl wie bei Apple stellt sich nicht ein.

Mikrofon und Telefonie

In ruhiger Umgebung sind Gespräche gut verständlich. Bei Straßenlärm unterdrücken die Mikrofone Hintergrundgeräusche ordentlich, die Stimme klingt dann etwas gedämpft. Gegen starken Wind kommt die Technik, wie bei den meisten In-Ears, an ihre Grenzen. Für gelegentliche Calls und Sprachnachrichten passt die Leistung.

Akku und Laden

Ohne ANC halten die Ohrstöpsel ordentlich lange durch, mit eingeschaltetem Noise Cancelling sinkt die Laufzeit aber spürbar und liegt dann eher im unteren Mittelfeld. Mit dem Case kommst du ohne ANC auf eine sehr lange Gesamtlaufzeit, mit ANC auf einen guten Tageswert. Wer viel mit LDAC hört, muss mit weiterem Abzug rechnen, da Hi-Res-Übertragung mehr Energie benötigt.

Geladen wird per USB-C oder kabellos über Qi. Mit einem Nothing-Phone, das Reverse Charging unterstützt, kannst du das Case auch auf der Rückseite des Handys nachladen. Tipps, wie dein Akku lange gesund bleibt, findest du unter Kopfhörer-Akku pflegen.

App, Bedienung und Verbindung

Die Nothing-X-App gibt es für Android und iOS. Sie ist übersichtlich gestaltet, bietet Equalizer, ANC-Stufen, Gestenbelegung, Passformtest und Firmware-Updates. Dual Connection erlaubt die gleichzeitige Verbindung mit zwei Geräten, etwa Smartphone und Laptop. Beachte, dass LDAC und Dual Connection je nach Firmware nicht immer gleichzeitig nutzbar sind.

Mit einem Nothing-Phone sind die Ear noch tiefer integriert, etwa durch Einstellungen direkt in den Systemmenüs. Kopplung per Google Fast Pair klappt auch mit anderen Android-Geräten schnell. Am iPhone funktionieren die Ear gut, verlieren aber den Hi-Res-Vorteil.

Technische Daten

MerkmalNothing Ear
BauformIn-Ear mit Stiel, True Wireless
Treiber11 mm, Keramikmembran
CodecsSBC, AAC, LDAC, LHDC 5.0
SchutzklasseIP54 (Ohrstöpsel), IP55 (Case)
LadenUSB-C, kabellos (Qi)
VerbindungBluetooth 5.3, Dual Connection, Google Fast Pair

Alternativen zu den Nothing Ear

Wer mehr Ausstattung für weniger Geld sucht, schaut sich den Soundcore Liberty 4 Pro im Test an, der ebenfalls LDAC bietet. Als Over-Ear-Alternative aus derselben Preisregion ist der Soundcore Space One im Test einen Blick wert, und für Läufer, die die Umgebung hören wollen, passt der Shokz OpenRun Pro 2 im Test. Die komplette Modellübersicht findest du bei den Nothing-Kopfhörern.

Nothing Ear (3)

Ideal für: Nothing-Fans, die das neueste Modell wollen

  • Aktuelle Generation
  • Markantes Design mit Metall-Elementen
  • Bluetooth 5.4
  • Teurer als der Vorgänger
  • Laufzeit mit ANC nicht besser

Der Nachfolger bringt ein überarbeitetes Design und eine neue Mikrofon-Lösung im Case. Wer sparen will, verliert mit den Ear klanglich wenig.

Soundcore Liberty 4 Pro

Ideal für: Preisbewusste mit Lust auf Ausstattung

  • LDAC
  • Case mit Display
  • Viele Funktionen in der App
  • Klang weniger fein
  • Design weniger eigenständig

Die Soundcore-Alternative bietet ähnlich viel Technik und ist oft günstiger. Bei der Klangfeinheit liegt Nothing leicht vorne.

Sony WF-1000XM6

Ideal für: Pendler, die maximale Ruhe suchen

  • Spitzen-ANC
  • LDAC
  • Gute Telefonie
  • Deutlich teurer
  • Größeres Gehäuse

Wenn Noise Cancelling für dich an erster Stelle steht, ist der Sony die klar bessere Wahl, kostet aber auch spürbar mehr.

Nothing Ear oder Nothing Ear (a)?

Nothing hat parallel zu den Ear die günstigeren Ear (a) auf den Markt gebracht. Sie teilen sich das transparente Design und viele Software-Funktionen. Den Ear (a) fehlen aber unter anderem LHDC, kabelloses Laden und die Keramikmembran der Treiber. Wenn dir der Klang wichtig ist und du ein Android-Handy mit Hi-Res-Codecs nutzt, sind die Ear die bessere Wahl. Wer vor allem das Design mag und sparen will, kommt mit den Ear (a) aus.

Wie schlagen sich die Nothing Ear im Alltag?

Im Büro und auf dem Weg zur Arbeit fallen sie positiv auf: schnell eingesetzt, bequem und dank Drucksteuerung frei von Fehlbedienungen. Das ANC reicht, um den Lärm in der S-Bahn abzumildern, eine laute Unterhaltung am Nebentisch bleibt aber hörbar. Hier ist es hilfreich, die Musik etwas lauter zu stellen, wobei du auf dein Gehör achten solltest.

Beim Musikhören zu Hause spielen die Ear ihre größte Stärke aus. Mit einer hochauflösenden Quelle, LDAC und einem fein eingestellten Equalizer klingen sie erstaunlich erwachsen und lassen viele Konkurrenten ihrer Preisklasse hinter sich. Auf Reisen ist die kürzere ANC-Laufzeit der Schwachpunkt: Auf einem Langstreckenflug musst du die Ohrstöpsel zwischendurch ins Case legen.

Im Sport sind sie dank Spritzwasserschutz einsetzbar. Für Läufe über lange Strecken empfehlen wir dir trotzdem eher Modelle, die speziell für Bewegung gebaut sind.

Fazit: Für wen die Nothing Ear passen

Die Nothing Ear sind mehr als ein Designobjekt. Sie klingen ausgewogen und detailreich, bieten Hi-Res-Codecs, kabelloses Laden und eine App, die Klangfans begeistert. Für Android-Nutzer, die einen stilvollen Alltags-In-Ear suchen, sind sie besonders dann eine gute Wahl, wenn sie unter dem Preis des Nachfolgers angeboten werden.

Nicht passend sind sie für alle, die starkes ANC für Flugreisen oder laute Büros brauchen, und für Vieltelefonierer in lauter Umgebung. Auch iPhone-Nutzer holen aus den Ear weniger heraus als aus AirPods. Mehr In-Ears für jeden Bedarf findest du unter In-Ear-Kopfhörer.

Häufige Fragen

Unterstützen die Nothing Ear LDAC?

Ja, sie unterstützen LDAC und zusätzlich LHDC 5.0. Beide Codecs funktionieren nur mit kompatiblen Android-Smartphones. Am iPhone nutzen die Ear den Standard-Codec AAC.

Sind die Nothing Ear wasserdicht?

Die Ohrstöpsel sind nach IP54 gegen Spritzwasser und Staub geschützt, das Case nach IP55. Regen und Schweiß sind kein Problem, untertauchen solltest du sie aber nicht.

Was ist der Unterschied zwischen Nothing Ear und Nothing Ear (3)?

Die Ear (3) sind der neuere Nachfolger mit überarbeitetem Design, neuerem Bluetooth-Standard und zusätzlichem Mikrofon im Case. Die älteren Ear bieten dafür mit LHDC einen weiteren Hi-Res-Codec und sind oft günstiger zu haben.

Funktionieren die Nothing Ear mit dem iPhone?

Ja, die Nothing-X-App gibt es auch für iOS. Equalizer, ANC und Gesten lassen sich einstellen. Hi-Res-Codecs wie LDAC kann das iPhone jedoch nicht nutzen.

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