Marshall Monitor III ANC im Test
Werbehinweis: Links mit * führen zu Amazon. Kaufst du darüber, erhalten wir eine kleine Provision. Unsere Bewertung beeinflusst das nicht. So bewerten wir.
Der Marshall Monitor III ANC ist ein faltbarer Over-Ear mit Noise Cancelling, dessen größte Stärke die enorme Laufzeit ist: Marshall nennt bis zu 70 Stunden mit aktivem ANC. Er passt zu dir, wenn du Wert auf Design, kräftigen, lebendigen Klang und seltenes Laden legst. Wer die maximale Ruhe im Flugzeug sucht oder auf Hi-Res-Codecs wie LDAC Wert legt, ist bei Sony oder Bose besser aufgehoben.
Marshall Monitor III ANC
Ideal für: Pendler und Vielhörer, die selten laden wollen
- Sehr lange Akkulaufzeit
- Markantes, robustes Design
- Lebendiger, druckvoller Klang
- LE Audio mit LC3 und Auracast-Unterstützung
- ANC nicht auf Sony- oder Bose-Niveau
- Kein LDAC oder aptX
- Polster werden im Sommer warm
Der Monitor III ANC ist der erwachsene Marshall: deutlich ausgereifter als sein Vorgänger und mit einem Akku, der eine Arbeitswoche locker übersteht. Bei der reinen Ruhe bleibt er hinter der Spitzenklasse zurück.
Diese Einschätzung gehört zu unserem Kopfhörer-Test 2026, in dem wir die wichtigsten Modelle des Jahres einordnen. Hier geht es nur um den Monitor III ANC: was er besser macht als sein Vorgänger, wo er schwächelt und für wen sich der Kauf lohnt.
Design und Tragekomfort: Marshall-Look ohne Show
Der Monitor III ANC sieht aus wie ein Marshall: schwarzes, strukturiertes Kunstleder, goldene Akzente und der Schriftzug auf den Hörmuscheln. Neu ist ein etwas zurückhaltenderer Gesamteindruck, der auch im Büro nicht verkleidet wirkt. Die Bügel lassen sich einklappen, das Gehäuse ist kompakter als viele Konkurrenten und passt in das mitgelieferte Etui.
Mit rund 250 Gramm gehört er zu den leichteren Over-Ears mit ANC. Der Anpressdruck ist moderat, die Polster umschließen auch größere Ohren. Wer zum Schwitzen neigt, merkt im Sommer nach einer Stunde, dass Kunstleder wenig Luft durchlässt. Für Brillenträger ist der Druck gut erträglich, ganz ohne Dichtungsverlust geht es aber wie bei jedem Over-Ear nicht.
Die Bedienung erfolgt über einen kleinen Steuerknopf, den Marshall-Fans von anderen Modellen kennen. Er reagiert präzise und ist mit Handschuhen besser zu treffen als Touchflächen. Ein zweiter Knopf schaltet zwischen ANC und Transparenzmodus und lässt sich in der App mit anderen Funktionen belegen.
Klang: lebendig, mit Druck im Bass
Marshall stimmt seine Kopfhörer traditionell auf Rock und Pop ab, und das hört man. Der Monitor III ANC liefert einen satten Grundton, kräftige, aber nicht matschige Bässe und präsente Mitten, in denen E-Gitarren und Stimmen schön nach vorne treten. Im Hochton bleibt er etwas zurückhaltend, was lange Hörsessions angenehm macht, Becken und Streicher aber weniger funkeln lässt als bei Sennheiser oder Bowers & Wilkins.
Mit einem Equalizer in der App kannst du die Abstimmung anpassen. Dazu kommt die Funktion Soundstage, die den Klang räumlicher wirken lässt. Bei Filmen und Live-Aufnahmen kann das reizvoll sein, bei Studioalben klingt es manchmal künstlich. Wir würden sie eher situativ nutzen.
Bei den Codecs bleibt Marshall bei SBC, AAC und LC3. LC3 gehört zum neuen Standard LE Audio und ermöglicht auch Auracast, also das Empfangen von Bluetooth-Übertragungen an Flughäfen oder in Fitnessstudios, sobald solche Angebote verbreitet sind. Hi-Res-Codecs wie LDAC oder aptX fehlen. Für die meisten Hörer ist das im Alltag kaum ein Nachteil, Android-Nutzer mit Hi-Res-Bibliothek sollten es aber wissen. Was die Unterschiede in der Praxis bedeuten, erklären wir unter Bluetooth-Codecs.
Noise Cancelling und Transparenzmodus
Das ANC ist ein deutlicher Schritt nach vorne gegenüber dem Vorgänger. Gleichmäßiges Brummen von Zug, Bus und Klimaanlage wird spürbar abgesenkt, Stimmen im Großraumbüro rücken in den Hintergrund. An die nahezu vollständige Stille eines Sony WH-1000XM6 oder Bose QuietComfort Ultra kommt er aber nicht heran, vor allem bei mittleren Frequenzen und unregelmäßigen Geräuschen.
Der Transparenzmodus holt die Umgebung ausreichend natürlich herein, um eine Durchsage zu verstehen oder kurz mit jemandem zu sprechen. Er klingt etwas technischer als bei Apple, ist aber gut nutzbar. Wenn dir maximale Ruhe wichtiger ist als alles andere, schau in unsere Übersicht der besten Noise-Cancelling-Kopfhörer.
Mikrofon und Telefonie
Für Telefonate in ruhiger Umgebung reicht die Sprachqualität gut aus: Die Stimme ist verständlich und natürlich. Auf belebten Straßen oder bei Wind filtern die Mikrofone Störgeräusche zwar heraus, die Stimme klingt dann aber gepresster. Für viele Videocalls am Tag gibt es mit dem Sony WH-1000XM6 die bessere Wahl. Für gelegentliche Telefonate ist der Monitor III ANC völlig ausreichend.
Akku und Laden: die eigentliche Stärke
Hier spielt der Monitor III ANC in einer eigenen Liga unter den ANC-Kopfhörern. Marshall gibt bis zu 70 Stunden mit aktivem Noise Cancelling an, ohne ANC sogar bis zu 100 Stunden. Zum Vergleich: Die meisten Premium-Modelle liegen bei 30 bis 40 Stunden. Im Alltag heißt das, dass du ihn je nach Nutzung oft nur alle ein bis zwei Wochen laden musst.
Geladen wird per USB-C. Eine Schnellladefunktion liefert nach rund 15 Minuten am Kabel laut Marshall wieder viele Stunden Laufzeit. Kabelloses Laden gibt es nicht,. Wer viel unterwegs ist, findet in unserer Liste der Kopfhörer mit langer Akkulaufzeit weitere Ausdauer-Modelle.
App, Bedienung und Verbindung
Die Marshall-App ist übersichtlich: Equalizer mit Voreinstellungen, Soundstage, Belegung des Funktionsknopfs und Firmware-Updates. Multipoint, also die gleichzeitige Verbindung mit zwei Geräten wie Laptop und Handy, ist an Bord. Das Umschalten klappt zuverlässig, wenn auch nicht so nahtlos wie bei AirPods innerhalb des Apple-Ökosystems.
Positiv: Marshall unterstützt Bluetooth LE Audio, was den Monitor III ANC zukunftssicherer macht als manche teurere Konkurrenz.
Technische Daten
| Merkmal | Marshall Monitor III ANC |
|---|---|
| Bauform | Over-Ear, geschlossen, faltbar |
| Akkulaufzeit | bis 70 Std. mit ANC, bis 100 Std. ohne (Herstellerangabe) |
| Bluetooth | 5.3, LE Audio |
| Codecs | SBC, AAC, LC3 |
| Gewicht | ca. 250 g |
| Anschluss | USB-C zum Laden |
| Extras | Multipoint, Soundstage, Auracast-fähig |
Alternativen zum Marshall Monitor III ANC
Wenn du den Marshall-Stil magst, aber kein ANC brauchst, ist der kleinere On-Ear eine Option: Lies dazu den Marshall Major V im Test. Als In-Ear mit gleicher Designsprache gibt es den Marshall Motif II ANC im Test. Eine Übersicht über alle Modelle findest du bei den Marshall-Kopfhörern.
Sony WH-1000XM6
Ideal für: maximale Ruhe und viele Funktionen
- Spitzen-ANC
- Sehr gute Mikrofone
- LDAC und umfangreiche App
- Deutlich kürzere Laufzeit als der Marshall
- Teurer
Wer vor allem Ruhe und Telefonie-Qualität sucht, bekommt beim Sony mehr. Der Marshall gewinnt dafür klar bei der Ausdauer und beim Design.
Teufel Real Blue NC 3
Ideal für: Klangfans mit Blick auf Ausdauer
- Ausgewogener Klang
- Lange Laufzeit
- Solide Verarbeitung
- Design weniger auffällig
- ANC ebenfalls nicht auf Spitzenniveau
Der Teufel ist die sachlichere Alternative aus Deutschland und richtet sich an alle, die einen ähnlich ausdauernden, aber neutraler abgestimmten Begleiter suchen.
Mehr zum Teufel liest du im ausführlichen Teufel Real Blue NC 3 im Test.
Wie schlägt sich der Monitor III ANC im Alltag?
Auf dem Weg zur Arbeit spielt er seine Stärken voll aus: Er ist schnell aufgesetzt, das ANC nimmt dem Bahnrattern die Schärfe, und du musst nicht jeden Abend an das Ladekabel denken. Im Büro hilft der Transparenzmodus, wenn Kollegen dich ansprechen, und dank Multipoint wechselt der Ton vom Laptop zum Handy, wenn ein Anruf kommt.
Auf Reisen ist das kompakte Faltmaß ein Plus. Für das Bordentertainment im Flugzeug solltest du vorher prüfen, welches Kabel oder welchen Bluetooth-Adapter du brauchst. Beim Sport ist er wie fast jeder Over-Ear fehl am Platz: Für Laufrunden und Fitnessstudio sind In-Ears mit Wasserschutz die bessere Wahl. Zu Hause auf dem Sofa überzeugt er mit seinem warmen Klang, der auch über Stunden nicht nervt.
Fazit: Für wen sich der Monitor III ANC lohnt
Der Marshall Monitor III ANC ist ein rundum gelungener Alltagskopfhörer mit Charakter. Er klingt lebendig, sitzt bequem, ist faltbar und hält länger durch als fast jeder andere ANC-Kopfhörer. Damit eignet er sich für Pendler, Studierende und alle, die keine Lust auf tägliches Laden haben.
Nicht passend ist er für Vielflieger, die das Maximum an Ruhe wollen, und für Android-Nutzer, die Wert auf LDAC legen. Auch wer viel telefoniert, ist mit Sony besser bedient. Wer aber einen Kopfhörer sucht, der gut aussieht, gut klingt und einfach funktioniert, macht mit dem Monitor III ANC wenig falsch.
Häufige Fragen
Wie lange hält der Akku des Marshall Monitor III ANC?
Marshall gibt bis zu 70 Stunden mit aktivem Noise Cancelling und bis zu 100 Stunden ohne an. Je nach Lautstärke und Nutzung kann das im Alltag etwas abweichen, liegt aber deutlich über den meisten Konkurrenten.
Ist das Noise Cancelling des Monitor III ANC gut?
Es ist für Pendeln und Büro gut geeignet und deutlich besser als beim Vorgänger. An die Spitzenmodelle von Sony und Bose kommt es aber nicht ganz heran, besonders bei Stimmen und unregelmäßigen Geräuschen.
Unterstützt der Marshall Monitor III ANC LDAC?
Nein. Er unterstützt SBC, AAC und LC3 aus dem neuen Standard LE Audio. Für die meisten Hörer reicht das völlig, wer Hi-Res-Streaming über Android nutzen will, sollte zu einem Modell mit LDAC greifen.
Kann ich den Monitor III ANC mit zwei Geräten gleichzeitig verbinden?
Ja, er beherrscht Multipoint. Du kannst also zum Beispiel Laptop und Smartphone parallel koppeln und bei einem Anruf automatisch wechseln.