Kopfhörer zum Schwimmen
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Kopfhörer zum Schwimmen müssen zwei Dinge können: dauerhaft unter Wasser dicht bleiben und Musik ohne Bluetooth abspielen, denn Funk reicht unter Wasser nur wenige Zentimeter. Die beste Wahl ist der Shokz OpenSwim Pro, ein Knochenschall-Kopfhörer mit 32 GB Speicher, der an Land zusätzlich per Bluetooth funktioniert. Wer nur im Becken hört und sparen will, nimmt den einfacheren Shokz OpenSwim.
Unsere Empfehlungen im Überblick
| Modell | Ideal für | Stärken | Angebot |
|---|---|---|---|
| Shokz OpenSwim Pro | Schwimmen und Triathlon | IP68, 32 GB, Bluetooth und MP3 | Bei Amazon ansehen |
| Shokz OpenSwim | Reines Bahnenschwimmen | IP68, MP3-Speicher, einfache Bedienung | Bei Amazon ansehen |
| Nank Runner Diver2 Pro | Schwimmer mit großer Musiksammlung | Großer Speicher, FLAC-Unterstützung, Bluetooth | Bei Amazon ansehen |
| H2O Audio Tri 2 Pro Multi-Sport | Triathleten und Freiwasser | Knochenschall, MP3-Speicher, Bluetooth an Land | Bei Amazon ansehen |
Die Empfehlungen im Detail
Shokz OpenSwim Pro
Ideal für: Schwimmer, die auch laufen und Rad fahren
- Nach IP68 wasserdicht
- 32 GB interner Speicher
- Bluetooth für Training an Land
- Ohren bleiben frei
- Musik muss per Kabel aufgespielt werden
- Streaming-Abos im MP3-Modus nicht nutzbar
- Klang an Land dünner als bei In-Ears
Der OpenSwim Pro verbindet zwei Welten: Im Becken spielt er Musik vom internen Speicher, beim Laufen oder Radfahren streamt er vom Smartphone. Laut Hersteller hält der Akku im Bluetooth-Betrieb rund neun und im MP3-Betrieb rund sechs Stunden. Für Triathleten ist das der flexibelste Kopfhörer.
Shokz OpenSwim
Ideal für: Reines Bahnenschwimmen mit kleinerem Budget
- Nach IP68 wasserdicht
- Bewährtes Knochenschall-Design
- Einfache Bedienung über Tasten
- Kein Bluetooth, nur Musik vom Speicher
- Kleinerer Speicher als das Pro-Modell
- Musik muss vorab kopiert werden
Der OpenSwim ist ein reiner MP3-Player ohne Bluetooth. Für Schwimmer, die ohnehin nur im Becken hören, reicht das völlig. Wer den Kopfhörer auch beim Laufen nutzen will, ist mit dem Pro-Modell besser bedient.
Nank Runner Diver2 Pro
Ideal für: Schwimmer mit großer Musiksammlung
- Großer interner Speicher
- Unterstützt neben MP3 auch FLAC
- Bluetooth für Training an Land
- Weniger verbreitet als Shokz, daher weniger Erfahrungsberichte
- App und Bedienung weniger ausgereift
Nank, im Ausland auch als Naenka bekannt, ist einer der wenigen ernsthaften Konkurrenten von Shokz im Schwimmbereich. Der Runner Diver2 Pro bietet viel Speicher und unterstützt verlustfreie Dateien, auch wenn der Unterschied unter Wasser kaum hörbar ist.
H2O Audio Tri 2 Pro Multi-Sport
Ideal für: Triathleten und Freiwasserschwimmer
- Knochenschall mit Speicher für MP3 und weitere Formate
- Bluetooth an Land
- Für den Dauereinsatz unter Wasser ausgelegt
- Weniger Speicher als die Konkurrenz
- In Deutschland schwerer zu bekommen
H2O Audio hat sich auf Wassersport spezialisiert. Der Tri 2 Pro ist als Kopfhörer für alle drei Triathlon-Disziplinen gedacht und lässt sich unter der Badekappe tragen.
Warum Bluetooth unter Wasser nicht funktioniert
Bluetooth funkt bei 2,4 Gigahertz. Wasser dämpft diese Frequenz extrem stark, ganz ähnlich wie eine Mikrowelle Wasser erwärmt. Schon wenige Zentimeter unter der Oberfläche reißt die Verbindung ab. Ein Smartphone am Beckenrand oder in einer wasserdichten Hülle am Arm hilft daher nicht. Selbst wenn der Kopfhörer kurz über Wasser ist, etwa beim Kraulen beim Einatmen, gibt es Aussetzer im Takt der Züge.
Deshalb haben Schwimm-Kopfhörer einen internen Speicher. Du kopierst MP3-Dateien vorher über ein Ladekabel vom Computer auf den Kopfhörer, ähnlich wie bei einem USB-Stick. Streaming-Dienste wie Spotify oder Apple Music speichern Offline-Songs verschlüsselt in ihrer App, diese Dateien lassen sich nicht auf Schwimm-Kopfhörer übertragen. Du brauchst also eigene Musikdateien oder Podcasts, die als Datei heruntergeladen werden können.
Knochenschall oder In-Ear: Was klingt im Wasser besser?
Unter Wasser hat Knochenschall einen echten Vorteil. Wasser leitet Vibrationen gut, und weil die Wandler am Wangenknochen anliegen, kommt der Klang direkt am Innenohr an. Viele Schwimmer tragen zusätzlich Ohrstöpsel. Das hält Wasser aus dem Gehörgang fern und macht die Musik sogar voller, weil der Umgebungsschall wegfällt.
In-Ear-Schwimmkopfhörer gibt es auch. Sie müssen aber absolut dicht im Gehörgang sitzen, sonst läuft Wasser hinein und der Klang wird dumpf. Mit Badekappe und Schwimmbrille ist das Ein- und Absetzen fummelig. Wer mehr über die Technik wissen will, findet Details bei den Knochenschall-Kopfhörern.
Worauf du beim Kauf achten solltest
Schutzklasse IP68 und Tauchtiefe
Für Schwimmen brauchst du mindestens IPX8 oder IP68. Hersteller geben zusätzlich an, wie tief und wie lange der Kopfhörer getaucht werden darf. Zum Bahnenschwimmen reichen die üblichen Angaben, für Tauchen sind die Modelle nicht gedacht. Warum ein IP68-Sportkopfhörer nicht automatisch zum Schwimmen taugt, erklären wir bei den wasserdichten Kopfhörern.
Salz- und Chlorwasser
Prüfnormen nutzen Süßwasser. Chlor und Salz greifen Dichtungen und Ladekontakte stärker an. Spüle den Kopfhörer nach dem Training mit klarem Wasser ab und lass ihn trocknen, bevor du ihn lädst. Beim Freiwasser im Meer gilt das doppelt.
Speicher und Dateiformate
Für ein paar Hundert Songs reichen wenige Gigabyte. Wichtig ist eher, welche Formate unterstützt werden. MP3 funktioniert überall, AAC und FLAC nicht bei jedem Modell. Prüfe vorher, in welchem Format deine Musiksammlung vorliegt.
Bedienung mit nassen Fingern
Touch-Bedienung funktioniert unter Wasser nicht. Gute Schwimm-Kopfhörer haben echte Tasten, die du auch mit kalten Fingern und Badekappe ertastest. Praktisch ist eine Taste, mit der du Titel überspringst oder zwischen Playlists wechselst.
Sitz unter Badekappe und Brille
Der Nackenbügel darf nicht mit dem Brillenband kollidieren. Die meisten Schwimmer tragen den Bügel unter der Kappe oder klemmen ihn am Brillenband fest. Bei Wenden und Starts vom Block rutscht ein schlecht sitzender Kopfhörer, deshalb lohnt sich etwas Ausprobieren.
So bringst du Musik auf Schwimm-Kopfhörer
Das Aufspielen von Musik ist für viele der ungewohnteste Teil. Bei den meisten Modellen funktioniert es so:
- Verbinde den Kopfhörer über das mitgelieferte Ladekabel mit einem Computer. Er erscheint wie ein USB-Stick im Dateimanager.
- Kopiere MP3-Dateien oder Ordner per Drag-and-drop auf den Speicher.
- Werfe den Kopfhörer im Betriebssystem sauber aus, bevor du das Kabel ziehst.
- Schalte gegebenenfalls in den MP3-Modus um, meist per Tastenkombination oder in der App.
Am Smartphone ist das je nach Modell schwieriger oder gar nicht möglich, weil viele Kabel einen proprietären Magnetanschluss haben. Plane die Musikauswahl also am Rechner. Hörbücher und Podcasts funktionieren genauso, sofern du sie als Datei herunterladen kannst.
Klang unter Wasser: Was du realistisch erwarten kannst
Schwimm-Kopfhörer klingen nicht wie gute In-Ears an Land. Unter Wasser fehlen Bass und Brillanz, und Stimmen klingen etwas gedämpft. Für Musik mit klarem Rhythmus, Hörbücher und Podcasts reicht die Qualität aber gut aus. Viele Schwimmer berichten, dass die Musik die Bahnen deutlich kurzweiliger macht, gerade bei langen Grundlageneinheiten.
Wie gut du hörst, hängt stark vom Sitz ab. Liegen die Wandler nicht richtig am Wangenknochen an, klingt es leise und blechern. Mit Ohrstöpseln und gut sitzender Badekappe wird der Klang spürbar voller.
Musik im Schwimmbad: Was ist erlaubt?
In vielen Bädern gibt es keine ausdrückliche Regel zu Kopfhörern. Manche Badeordnungen schränken elektronische Geräte jedoch ein, oder das Personal bittet bei vollem Becken darum, aufmerksam zu bleiben. Frage im Zweifel nach. Beim Vereinstraining und bei Wettkämpfen sind Kopfhörer meist nicht gestattet, im Triathlon gilt das in der Regel auch für die Radstrecke.
Unabhängig von den Regeln: Knochenschall-Kopfhörer lassen dich Pfiffe der Badeaufsicht und Zurufe hören, wenn du keine Ohrstöpsel trägst. Das ist im vollen Becken ein Plus.
Für wen Schwimm-Kopfhörer nicht passen
Wer überwiegend streamt und keine eigene Musiksammlung hat, wird mit Schwimm-Kopfhörern wenig Freude haben. Auch für Wassersport an der Oberfläche wie SUP oder Kajak brauchst du kein Schwimmmodell, dort reicht ein wasserdichter Bluetooth-Kopfhörer. Für Training im Studio, am Rad oder auf der Laufstrecke findest du passende Modelle unter Kopfhörer fürs Fitnessstudio und Kopfhörer zum Radfahren. Einen Überblick über alle Sportkopfhörer gibt die Hauptseite Sport-Kopfhörer.
Häufige Fragen
Funktionieren Bluetooth-Kopfhörer beim Schwimmen?
Nein, Bluetooth wird vom Wasser so stark gedämpft, dass die Verbindung schon wenige Zentimeter unter der Oberfläche abbricht. Zum Schwimmen brauchst du einen Kopfhörer mit internem Speicher, auf den du vorher Musikdateien kopierst.
Kann ich Spotify auf Schwimm-Kopfhörer laden?
Nein, Spotify und andere Streaming-Dienste speichern Offline-Titel verschlüsselt in ihrer App. Diese Dateien lassen sich nicht auf Schwimm-Kopfhörer kopieren. Du brauchst eigene MP3-Dateien oder herunterladbare Podcasts.
Welche Kopfhörer sind am besten zum Schwimmen?
Knochenschall-Kopfhörer mit IP68 und internem Speicher haben sich bewährt, etwa der Shokz OpenSwim Pro. Er funktioniert im Wasser mit MP3-Dateien und an Land per Bluetooth. Wer nur im Becken hört, kommt mit dem einfacheren OpenSwim aus.
Kommt bei Schwimm-Kopfhörern Wasser ins Ohr?
Bei Knochenschall-Modellen bleibt der Gehörgang offen, Wasser kann also wie beim normalen Schwimmen hinein. Viele Schwimmer tragen deshalb zusätzlich Ohrstöpsel, was den Klang sogar verbessert.