Hifiman-Kopfhörer
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Hifiman-Kopfhörer sind der günstigste Weg zu magnetostatischem Klang: sehr detailreich, schnell und mit sauberem Bass. Für den Einstieg empfehlen wir den Hifiman HE400se, als besten Allrounder den Hifiman Sundara und für Fortgeschrittene den Hifiman Edition XS. Alle Modelle sind offen gebaut und gehören an den Schreibtisch, nicht in die Bahn.
Unsere Empfehlungen im Überblick
| Modell | Ideal für | Stärken | Angebot |
|---|---|---|---|
| Hifiman HE400se | Einstieg in Magnetostaten | Sehr günstig, offener Klang, leicht | Bei Amazon ansehen |
| Hifiman Sundara | Bester Allrounder | Detailreich, ausgewogen, solide verarbeitet | Bei Amazon ansehen |
| Hifiman Edition XS | Weite Bühne für Fortgeschrittene | Großer Raumeindruck, bequem, gut anzutreiben | Bei Amazon ansehen |
| Hifiman Arya Organic | Oberklasse | Sehr weite Bühne, feine Details | Bei Amazon ansehen |
| Hifiman Deva Pro | Kabellos und kabelgebunden | Bluetooth-Modul, magnetostatischer Treiber | Bei Amazon ansehen |
Wofür steht Hifiman?
Hifiman wurde 2007 von Dr. Fang Bian gegründet, zunächst in New York, heute mit Hauptsitz in China. Die Marke hat sich auf magnetostatische Kopfhörer spezialisiert, eine Technik, die früher nur in sehr teuren Modellen zu finden war. Hifiman hat sie durch eigene Fertigung und dünne Membranen in Preisbereiche gebracht, in denen sonst klassische dynamische Kopfhörer dominieren.
Das Sortiment reicht vom günstigen Einstieg bis zu einigen der teuersten Kopfhörer der Welt wie dem Susvara. Wo Hifiman im Vergleich zu anderen Marken steht, zeigt unsere Übersicht Kopfhörer-Marken.
Was sind Magnetostaten und warum klingen sie anders?
Ein klassischer dynamischer Kopfhörer bewegt eine Membran über eine Schwingspule, die nur an einer Stelle angreift. Bei einem magnetostatischen oder planaren Kopfhörer ist die Leiterbahn direkt auf eine sehr dünne Folie aufgebracht, die zwischen Magneten sitzt. Die gesamte Fläche wird gleichmäßig angetrieben.
Das hat hörbare Folgen: Die Membran reagiert schneller und verzerrt weniger. Bass klingt trocken und präzise statt dröhnend, und feine Details wie das Ausklingen eines Beckens bleiben klar. Der Nachteil: Magnetostaten brauchen oft mehr Leistung als dynamische Kopfhörer und sind schwerer. Die Technik erklären wir ausführlich unter Magnetostatische Kopfhörer.
Die Serien erklärt: Vom Einstieg bis zur Oberklasse
Einstieg: HE400se und HE400-Reihe
Der HE400se ist der günstigste Weg in die Welt der Magnetostaten. Er ist leicht, offen gebaut und klingt detailreicher, als der Preis vermuten lässt. Die Verarbeitung ist einfacher, und der Bügel wirkt weniger robust als bei teureren Modellen.
Mittelklasse: Sundara und Edition XS
Der Sundara ist seit Jahren der meistempfohlene Hifiman. Er klingt ausgewogen, präzise und für viele Musikrichtungen passend. Der Edition XS setzt auf große, ovale Ohrmuscheln und einen besonders weiten Raumeindruck, die sogenannte Bühne. Er ist dank der sogenannten Stealth-Magnete, die weniger Klangreflexionen erzeugen sollen, auch an schwächeren Quellen recht gut zu betreiben.
Oberklasse: Arya, Ananda und HE1000
Mit Arya Organic, Ananda und der HE1000-Reihe beginnt das audiophile Segment. Diese Modelle bieten noch mehr Auflösung und Raum, verlangen aber auch nach hochwertigen Quellen und Verstärkern. Ganz oben steht der Susvara, der als sehr schwer anzutreiben gilt.
Kabellos: Deva Pro
Der Deva Pro ist eine Ausnahme im Sortiment: Ein Magnetostat, der über ein ansteckbares Bluetooth-Modul kabellos funktioniert und auch klassisch per Kabel betrieben werden kann. ANC gibt es nicht, und die offene Bauweise bleibt.
Die wichtigsten Modelle im Detail
Hifiman Sundara
Ideal für: HiFi-Einsteiger, die einen langfristigen Kopfhörer suchen
- Präziser, ausgewogener Klang
- Trockener, sauberer Bass
- Solide Verarbeitung
- Braucht für vollen Klang einen kleinen Verstärker
- Offene Bauweise dämmt nicht
Der Sundara ist für viele der Moment, in dem sie verstehen, was ein guter Kopfhörer kann. Am Smartphone direkt klingt er etwas blass, mit einem kleinen DAC und Verstärker zeigt er seine Stärken.
Hifiman Edition XS
Ideal für: Hörer, die einen großen Raumeindruck lieben
- Sehr weite Bühne
- Bequem trotz Größe
- Auch an schwächeren Quellen gut nutzbar
- Sehr groß und auffällig
- Bügel nicht für jede Kopfform ideal
Der Edition XS klingt räumlicher als die meisten Kopfhörer seiner Preisklasse. Gerade bei Live-Aufnahmen, Klassik und Spielen mit gutem Raumklang spielt er seine Stärken aus.
Hifiman HE400se
Ideal für: Neugierige mit kleinem Budget
- Sehr günstiger Einstieg in Magnetostaten
- Leicht
- Detailreicher, offener Klang
- Einfache Verarbeitung
- Braucht etwas Leistung
- Bass weniger kräftig als bei geschlossenen Modellen
Der HE400se ist ein Probierstück für alle, die wissen wollen, ob Magnetostaten ihr Ding sind. Für mehr Haltbarkeit und Klang lohnt der Schritt zum Sundara.
Was Hifiman-Kopfhörer an Verstärker brauchen
Das ist die häufigste Frage vor dem Kauf. Magnetostaten haben einen niedrigen Wirkungsgrad, sie brauchen also mehr Leistung für dieselbe Lautstärke. Die Impedanz, also der elektrische Widerstand, ist bei vielen Hifiman-Modellen zwar niedrig, die benötigte Leistung trotzdem höher als bei einem normalen Kopfhörer.
In der Praxis bedeutet das: Am Smartphone oder Laptop werden HE400se und Edition XS laut genug, klingen aber oft etwas flach und kraftlos. Ein kleiner USB-DAC mit integriertem Verstärker hebt sie spürbar an. Der Sundara profitiert noch deutlicher davon. Die Oberklasse-Modelle brauchen einen richtigen Tischverstärker, sonst verschenkst du einen Großteil des Klangs. Passende Geräte findest du unter Kopfhörerverstärker und USB-DAC für Kopfhörer.
Worauf du beim Kauf achten solltest
- Raum prüfen: Hörst du in einem ruhigen Zimmer allein, ist ein offener Hifiman ideal. Teilst du den Raum, stört der Schall nach außen.
- Budget aufteilen: Plane einen Teil des Budgets für DAC und Verstärker ein. Ein Sundara mit kleinem Verstärker klingt oft besser als ein teureres Modell am Laptop-Ausgang.
- Kopfform beachten: Der Bügel mancher Modelle sitzt nicht bei jedem Kopf optimal. Probe tragen lohnt sich besonders bei den großen Ohrmuscheln des Edition XS.
Stärken und Schwächen der Marke
Stärken: Hifiman bietet magnetostatischen Klang zu Preisen, die vor einigen Jahren undenkbar waren. Die Modelle sind detailreich, schnell und klingen sehr offen. Das Sortiment deckt vom Einstieg bis zur Weltspitze alles ab.
Schwächen: Die Verarbeitung der günstigen Modelle ist nicht immer auf dem Niveau des Klangs, besonders bei Bügeln und Kabelanschlüssen. Die Qualitätskontrolle wurde in Foren in der Vergangenheit kritisiert. Viele Modelle brauchen zusätzliche Geräte. Und alle Hifiman-Modelle sind offen gebaut, für unterwegs oder in lauter Umgebung ungeeignet.
App, Updates, Service und Garantie
Bis auf den Deva Pro sind alle Hifiman-Modelle kabelgebunden und brauchen keine App. Kabel und Polster lassen sich bei den meisten Modellen tauschen, was die Lebensdauer verlängert.
In Deutschland gilt die gesetzliche Gewährleistung von zwei Jahren. Kaufe bei autorisierten Händlern, weil Graumarktware über Marktplätze im Garantiefall Schwierigkeiten machen kann. Ersatzpolster sind direkt bei Hifiman oder über HiFi-Händler erhältlich.
Alternativen anderer Marken
Wenn du dynamische Kopfhörer der Oberklasse mit besonders lebendigem Klang suchst, sind Focal-Kopfhörer die direkte Alternative, allerdings zu höheren Preisen. Für einen sehr günstigen Einstieg in offenen Klang ohne Verstärker lohnen sich Koss-Kopfhörer wie der Porta Pro oder der KSC75.
Musiker und alle, die isolierende In-Ears für Bühne und unterwegs suchen, finden bei Shure-Kopfhörern robuste In-Ear-Monitore. Weitere audiophile Modelle verschiedener Marken stellen wir unter HiFi-Kopfhörer vor.
Häufige Fragen
Brauche ich für Hifiman-Kopfhörer einen Verstärker?
Für die Einsteigermodelle nicht zwingend, aber sie klingen mit einem kleinen DAC und Verstärker deutlich besser. Ab der Mittelklasse wie dem Sundara ist ein Verstärker empfehlenswert, für die Oberklasse praktisch Pflicht.
Was ist der Unterschied zwischen Sundara und Edition XS?
Der Sundara klingt kompakter, präziser und ausgewogener. Der Edition XS hat größere Ohrmuscheln und bietet einen weiteren Raumeindruck. Welcher besser passt, hängt von deinen Hörgewohnheiten und deiner Kopfform ab.
Kann ich Hifiman-Kopfhörer unterwegs nutzen?
Eher nicht. Alle Hifiman-Modelle sind offen gebaut, sie lassen Umgebungsgeräusche herein und Musik nach außen. In Bahn, Büro oder Café stören sie dich und andere. Für unterwegs sind geschlossene Kopfhörer oder In-Ears besser.
Woher kommt Hifiman?
Hifiman wurde 2007 von Dr. Fang Bian gegründet. Die Firma startete in den USA und hat heute ihren Hauptsitz in China, wo auch die Kopfhörer entwickelt und gefertigt werden.